Prävention und Grenzachtender Umgang

 
 
»Ziel der katholischen Kirche und ihrer Caritas ist es, allen Kindern und Jugendlichen sowie schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen im Geiste des Evangeliums und auf der Basis des christlichen Menschenbildes einen sicheren Lern- und Lebensraum zu bieten.
In diesem Lern- und Lebensraum müssen menschliche und geistliche Entwicklung gefördert sowie Würde und Integrität geachtet werden. Dabei soll vor Gewalt, insbesondere vor sexualisierter Gewalt, geschützt werden.
Auch psychische und physische Grenzverletzungen sind zu vermeiden.«¹
 
Als FORUM älterwerden der Erzdiözese Freiburg e.V. setzen wir uns dafür ein, dass auch im Bereich der Seniorenarbeit dieses Ziel verfolgt und verwirklicht wird.
Da die ehrenamtlich Engagierten in der kirchlichen Seniorenarbeit jeweils zu ihrer Pfarrei gehören, bitten wir darum, vor Ort entsprechende Präventions-Schulungen zu besuchen bzw. an einem Informationsgespräch teilzunehmen.
 
Auf unserer Diözesanversammlung 2022 war »Nähe und Distanz« ausführlich Thema. Dabei wurde in Kleingruppengesprächen und Diskussionen sowie im Vortrag von Judith Pfuhl (Präventionsfachkraft im Erzb. Seelsorgeamt) deutlich, wie verschieden die Empfindungen zu Nähe und Distanz, zu eigenen Grenzen und Grenzüberschreitungen sind. Beim grenzachtenden Umgang geht es keinesfalls nur um Fälle sexualisierter Gewalt, sondern um eine gemeinsame Kultur: 
  • Den anderen Menschen wahrnehmen und in seine Grenzen achten.
  • Miteinander im Austausch darüber stehen, wie wir miteinander umgehen möchten.
  • Es ist wertvoll, eigene Grenzen zu kennen und zu benennen.
  • Es ist wertvoll, Nähe und Distanz bewusst zu gestalten.
  • ...
Ebenfalls auf der Diözesanversammlung 2022 wurden in die Satzung des Vereins die folgenden Sätze aufgenommen:
»Der Verein und seine Organe verpflichten sich zur Anwendung der im Rahmen der Prävention sexualisierter Gewalt und zur Intervention bei sexuellem Missbrauch vom Erzbischof von Freiburg in Kraft gesetzten diözesanen Gesetze, Ordnungen und Ausführungsbestimmungen in der jeweils im Amtsblatt der Erzdiözese Freiburg veröffentlichten Fassung.«
 
Bei Fragen zum Thema Prävention und Grenzachtender Umgang dürfen Sie sich jederzeit gern an unser Diözesanbüro wenden. Dem Diözesanvorstand des FORUM älterwerden der Erzdiözese Freiburg e.V. ist es wichtig, eine Kultur der gegenseitigen Achtung zu pflegen und als Teil des kirchlichen Lebens zu den Themen Bescheid zu wissen.
 

Weitere Informationen:

www.ebfr.de/praevention

 

Erklärung zum Grenzachtenden Umgang und Verhaltenskodex

Verpflichtend für ehrenamtlich Tätige in der Erzdiözese Freiburg ist die Anerkennung des Verhaltenskodex. Der allgemeine Teil ist hier einsehbar:
 
Folgende zehn Punkte werden im allgemeinen Teil des Verhaltenskodex weiter ausgeführt:
  1. Kirchliches Handeln ist unvereinbar mit jeder Form von Gewalt.
  2. Ich unterstütze und schütze mir anvertraute Menschen.
  3. Ich achte die Rechte und Würde.
  4. Ich respektiere die Intimsphäre und die persönlichen Grenzen.
  5. Ich beziehe aktiv Position.
  6. Ich höre zu, wenn sich mir jemand anvertrauen möchte.
  7. Ich kenne Verfahrenswege und weiß, wer mich unterstützen kann.
  8. Ich nutze keine Abhängigkeiten aus und handle nachvollziehbar und ehrlich.
  9. Ich weiß, dass jede Form von Gewalt gegenüber anvertrauten Personen Konsequenzen hat.
  10. Verdacht auf oder Kenntnis von sexualisierter Gewalt leite ich weiter.
 
Derzeit ist ein auf die Erwachsenenpastoral und auch auf den Bereich der Seniorenarbeit angepasster spezifischer Teil des Verhaltenskodex in Arbeit. Dieser wird nach Fertigstellung als Angebot einer passgenauen Selbstverpflichtung hier online gestellt!